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Linke im Kreis Wesel moniert Aussage des Landrats Brohl

18.11.2020 Kreis Wesel. Pressemitteilung der Fraktion Die Linken im Kreis Wesel die sagen:  Landrat Brohl gesteht Fehlinformation der Öffentlichkeit ein und korrigiert Interviewaussage

Der seit dem 1. November 2020 amtierende Landrat des Kreises Wesel, Ingo Brohl (CDU), hat nach wiederholten Anfragen der Fraktion DIE LINKE nun eingestanden, die Öffentlichkeit falsch über seine thematische Vorbereitung auf den Umgang mit der Corona-Pandemie informiert zu haben. Entgegen seiner Behauptung hat Brohl keine inhaltliche externe Beratung zu dem Thema eingeholt.
In einem Interview mit der Rheinischen Post hatte Brohl auf die Frage „Wie haben Sie sich denn thematisch speziell vorbereitet auf die Pandemie? Haben Sie Expertenrat gesucht, Bücher gelesen?“ noch geantwortet „Ich stehe auch mit einer sehr erfahrenen externen Beratung in Kontakt.“

Nun hat Brohl schriftlich erklärt: „Im Interview mit der Rheinischen Post wird gefragt, wie ich mich thematisch speziell auf die Corona Pandemie  vorbereitet habe. Sie fragen in Ihrer Anfrage richtigerweise- da ich ich die Frage im Interview so verstanden habe- zum Corona Management an. Zum Management zählte und zählt für mich sowohl die inhaltliche bzw fachliche Betrachtung, als auch die frühzeitige Betrachtung von Führungs- und Rollenfragen und die Strukturierung meiner Entscheidungen. Für Letztere habe ich, wie aus meiner Antwort auf ihre Anfrage vom 6.11. hervorgeht, ein Coaching durch eine externe Beratung in Anspruch genommen. Es ging dabei nicht um inhaltliche Fragen zu Corona.“

Diesen Vorgang interpretiert der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Kreistag Wesel, Sascha H. Wagner so:

„Offenbar wollte Landrat Brohl sich in einem Interview damit brüsten, dass er sich thematisch intensiv mit der Corona-Pandemie auseinandergesetzt hat. Diese Erzählung ist nun widerlegt. Brohl hat vielmehr private Coachings in Anspruch genommen, um den Aufgaben seines Amtes gewachsen zu sein“

Gerade die Corona-Pandemie verunsichert viele Bürger*innen; welche Grundrechtseingriffe und Beschränkungen angemessen sind, wird gesellschaftlich kontrovers diskutiert.

Vor diesem Hintergrund, so Sascha H. Wagner, seien Vertrauen, Transparenz und Glaubwürdigkeit des Handelns von Politiker*innen besonders wichtig. In diesem Fall hätten erst die Nachfragen der LINKEN-Fraktion zu Klarheit geführt.

„Mit seinen Äußerungen hat Herr Brohl weder sich noch dem Kreis Wesel einen Gefallen getan. Er sollte dringend noch ein privat zu finanzierendes Mediencoaching absolvieren“, so Sascha H. Wagner.




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