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Gesamtschüler entkusseln Feuchtwiese im Lichtenhagen

Von Gaby Eggert
14.9.2021 Schermbeck. Ganz leicht glänzen die Gräser auf der Feuchtwiese im Lichtenhagen in der Sonne. Unzählige Spinnen haben ihre Netze gespannt, die sich zu einem tollen Gemälde formiert haben. Und mittendrin 30 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Schermbeck, die mit ihrem Einsatz helfen, den Lebensraum für einige seltene Tier und Pflanzenarten zu sichern.


Auf den Flächen des Regionalverbandes Ruhr führen die Naturschutzgruppe der Gesamtschule „Napros“ sowie 30 weitere Mitschüler/-innen unter Anleitung der Ökologen Lina Marie Birwe und Heinz Hermann Verholte, sowie dem Landschaftsarchitekten Oliver König von RVR Ruhr Grün, ganz verschiedene Maßnahmen durch.

Justine, Mia und Jolina haben beim Entfernen der kleinen Kiefern zwischen der Heide, schon ganz viel Spinnen, Teichmolche, Nacktschnecken und Grashüpfer entdeckt und sind begeistert. „Das ist hier auch eine sportliche Betätigung und macht unglaublich viel Spaß, wir sind gern dabei“, erzählen die Mädels und würden das auch gern ein- bis zweimal im Jahr wiederholen. Außerdem sei es auch cool den Lebensraum der seltenen Tiere zu schützen. Unerwähnt lassen sie natürlich auch nicht, dass endlich mal im Unterricht ohne Ende gequatscht und gelacht werden kann. Andere Schüler entfernen mit Sägen an einem Hang wild wachsende Zweige und auch kleine Kiefern und Birkenbäumchen.

Und das im Naturschutzgebiet? Unbedingt, erklären die Landschaftspfleger und haben auch gleich einen Fachbegriff dafür parat: Entkusseln nämlich. So nennt man die Beseitigung junger Gehölze, die man wiederum Kussel nennt. "Anstrengend ist das", der Kommentar des 14 jährigen Matthias ist dem Alter entsprechend knapp gehalten, aber er sehe die Aktion positiv.

Ast für Ast schleppen die Mädels und Jungen die großen Zweige den Hang hinauf und kommen dabei ganz schön ins Schwitzen. Unter ihnen ist auch Anne-Sophie Ostermann. Sie begrüßt, dass man nach der Arbeit direkt sieht, was man geschafft hat. Sie setzte sich gerne dafür ein, Pflanzen und Tiere zu schützen und ist deshalb auch Mitglied der fünfköpfigen Gruppe Gruppe „Napros,“ die helfen die Idee weiterzutragen. Anne-Sophie betont: “Ich finde es wichtig dass dafür gesorgt wird, das seltene Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum erhalten oder wieder zurückbekommen“.



Die begleitenden Lehrerinnen Bianca Sadowski und Rita Kersting engagieren sich seit 2019 gemeinsam mit Schülern für den Naturschutz und haben damals den Kontakt zum RVR gesucht. Auch in Uefte waren sie daraufhin schon tätig. Rita Kersting erzählt: “Wir haben dort die blauflügelige Ödlandschrecke entdeckt und diese zu unserem Lieblingsinsekt erklärt“. Aber auch die selten gewordene fleischfressende Pflanze Sonnentau habe sie begeistert.

Begeistert ist auch der RVR über die Kooperation mit der Gesamtschule, denn:“ Flächen wie die Feuchtheide hier, bedürfen einer permanenten Pflege und wenn dann 30 fleißige Helfer und Helferinnen kommen, hilft uns das sehr“, so Heinz Hermann Verholte, der sich um das Landschaftsschutzgebiet Lichtenhagen kümmert. Hier wird versucht die natürliche Waldentwicklung zurückzudrängen, um den seltenen Tierarten wie Wald- und Zauneidechse, die Sonne benötigen, den Lebensraum zu erhalten. An einigen Stellen der Feuchtwiese wurde vor einiger Zeit der Boden etwas abgetragen, damit sich der darunter liegende Samen seltener Pflanzen wie der Sonnentau oder der Blutwurz, wieder entwickeln kann.


Der 15jährige Melian findet den Einsatz ganz sinnvoll: "Es ist schön hier und ich helfe gern mit die Natur zu schützen", sagte er. Obwohl er auch zugibt diese Arbeiten nicht zu seiner Lieblingsbeschäftigung zu zählen.

 

 

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